Polizei tötet Messerangreifer mit Kopfschuss

Kopfschuss

Nach den derzeitigen Erkenntnissen wurde der Polizei Paderborn gegen 12:40 Uhr ein 30-jähriger Delbrücker mit Suizidabsichten als vermisst gemeldet. Eine erste Suche der Polizeibeamten nach dem Suizidenten, auch unter Einsatz eines Hubschraubers verlief negativ. Gegen 17:55 Uhr gingen bei der Polizei Hinweise zu dem Aufenthaltsort des Gesuchten an der Westenholzer Straße kurz vor Nordhagen ein. Als die Polizeibeamten dort eintrafen und den in einem psychischen Ausnahmezustand befindlichen 30-Jährigen ansprachen, zog der Mann ein längeres Küchenmesser und lief auf die Polizisten zu. Daraufhin setzte ein 27-jähriger Polizist die Dienstpistole ein. Der 30-Jährige erlitt dabei eine tödliche Kopfverletzung.

Die vom Polizeipräsidium Bielefeld eingerichtete Ermittlungskommission “Weste” unter Leitung des Kriminalhauptkommissars Stefan Esdar hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat gegen den Polizeibeamten ein Ermittlungsverfahren wegen Totschlags eingeleitet. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass die Schussabgabe durch Notwehr gerechtfertigt war. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Ersten Recherchen zufolge waren die Bodycams der Polizisten während des Einsatzes nicht eingeschaltet.

Im Laufe des heutigen Tages wird die Obduktion des Getöteten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Paderborn erfolgen. weiter