Düngesaison beginnt im Kreis Paderborn

Düngesaison
Landwirt Carsten Linnemann mit seiner Tochter Anna Katharina Linnemann aus Keddinghausen bei Büren-Hegensdorf in einem Triticalefeld.

Nach einem eher kalten Jahresstart steigen die Temperaturen im Kreis Paderborn seit Kurzem wieder regelmäßig in den zweistelligen Bereich. Passend dazu beginnt für viele Landwirte die Arbeit auf den Feldern.

Obwohl die kalte Jahreszeit in diesem Jahr kälter war als in den Vorjahren, ist das Wintergetreide im Kreis Paderborn gut durch den Winter gekommen. Bei sehr niedrigen Temperaturen kann es im Extremfall passieren, dass das Getreide im Boden gefriert und abstirbt – insbesondere bei Temperaturen unter -15 °C ohne schützende Schneedecke. So kalt wurde es in diesem Jahr jedoch nur selten.

Der Winter 2025/2026 war im Vergleich zu den letzten zehn Jahren zwar kalt und schneereich, liegt langfristig betrachtet jedoch im regionalen Durchschnitt. Grundsätzlich ist Frost für Landwirte nicht nur negativ: Temperaturen um den Gefrierpunkt fördern die Entwicklung der Pflanzen und können den Krankheitsdruck verringern.

Seit dem 1. Februar dürfen Landwirte wieder Dünger auf ihren Feldern ausbringen. Das ist wichtig, da Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium für das Wachstum der Pflanzen notwendig sind.

Die angefrorenen Böden haben die Arbeit vielerorts erleichtert. „Wir hatten im Februar ein paar Tage, die waren wirklich optimal. Morgens war es noch kalt und die Böden leicht gefroren. Mit dem Trecker kamen wir so sehr gut über die Felder. Tagsüber wurde es dann aber wärmer und die Böden sind vollständig aufgetaut“, sagt Landwirt Carsten Linnemann aus Keddinghausen bei Büren-Hegensdorf.

Der Frost brachte für einige Landwirte jedoch auch Probleme mit sich. Der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Eduard Gockel berichtet, dass Wildschweine auf seinen Flächen nach Futter suchten. „Durch die gefrorenen Böden haben die Wildschweine kein Futter mehr im Wald gefunden. Darum haben sie meine Wiesen und Äcker durchwühlt.“

Trotzdem zeigt er sich zufrieden: Sein Getreide ist weitgehend gut durch den Winter gekommen. Nun hofft er auf eine stabile Ernte im Sommer.

Foto: WLV/Tim Goersmeier